Meditation

Meditation in der LebensART

Heilen mit dem Geist

Hirnforscher entdecken, wie die Seele die Biologie des Körpers verändern und ihm helfen kann, Erkrankungen zu überwinden. Meditieren, Yoga und positives Denken, lange als Esoterik abgetan, erobern die Schulmedizin. (Überschrift aus Spiegelartikel über Meditation Ausgabe Nr. 21/18.5.13.

Meditation – Dein wahres Zuhause finden

Die Motivation für Meditation ist sehr unterschiedlich. Viele suchen Entspannung und Ruhe, andere Heilung. Wieder andere suchen sich selbst oder sie suchen Erleuchtung.

                    Doch fast allen Menschen ist der Wunsch nach dem Hier und Jetzt gemeinsam.

Meditation ist Stressabbau, ist Entspannung. In einem ausgeglichenen Zustand können Körper, Seele und Geist besser erfahrbar werden. Meditation ist ein Weg zur Selbstfindung, Selbsterkenntnis, Sammlung und Reifung.

                   Meditation macht die eigene Mitte, die eigene Wirklichkeit spürbar.

In der Meditation LebensART werden ruhige und Dynamische Meditationstechniken eingesetzt.
Dynamische Meditationen wurden speziell für den modernen Menschen entwickelt, da es den meisten Menschen schwer fällt, aus einem aktiven und gestressten Tag kommend, ruhig zu werden.
Dynamische Meditationen führen zuerst durch eine Phase von Bewegung und Ausdruck, in der sich der Meditierende sich von Stress, Reizüberflutung und Unruhe befreit. Dieser Schritt erleichtert den Zugang zur Phase der Stille, Ruhe und des Nichtstuns.

 

Was ist Meditation?

Alles was wir mit dem Verstand tun, kann nicht Meditation sein. Was immer wir erreichen, wir erreichen es durch den Verstand.  Und dann, wenn wir uns nach innen wenden, unser Herz in der Gegenwart wahrnehmen, da wo der Verstand aufhört, fängt die Meditation an.

Alles wird durch den Verstand gemacht, außer Meditation. Meditation ist keine Errungenschaft, sie ist einfach nur da. Sie ist unsere tiefste Natur. Sie muss nicht erreicht werden, sie muss nur erkannt werden, sie muss nur erinnert werden. Nur ein Nach-innen-Wenden ist nötig, und schon ist sie verfügbar.

Wenn ich meine Hausarbeit mache und in Gedanken meinem Partner eine Standpauke halte oder wenn ich am Schreibtisch meine Büroarbeit erledige und mir Gedanken mache, was ich für das Abendessen noch einkaufen muss, dann ist das, das Gegenteil von Meditation. Meine Gedanken sind nicht an dem Ort, an dem mein Körper ist.

Wer denkt, kann nicht gleichzeitig fühlen und wer fühlt, kann nicht gleichzeitig denken. Genau wie uns das Gefühl hindert klar zu denken, hindern uns die Gedanken zu fühlen. Bei einer mathematischen Denkaufgabe werden sie seltener einen Weinkrampf bekommen sowie sie weniger unter großen Schmerzen eine mathematische Aufgabe lösen werden. Denken ist die beste Methode sich vor seinen Gefühlen zu schützen.

Die Meditation ist ein Weg wieder zurück zu unseren Gefühlen zu kommen und diese mit unserem Körper zu verbinden. Und dieses Nach-innen-Wenden ist das Gewahr werden aller Dinge, die jetzt in diesem Moment da sind. Und dieses geschieht beobachtend und völlig wertfrei.

Viele Meditierende scheitern an dem Anspruch des Nichtdenkens. Verzweifelt und bewertend wird immer wieder das Gedanken-Kino wahrgenommen.

Dabei kann niemand mit dem Denken aufhören. Auch der Kopf gehört zu unserem Körper. Die Lebensenergie wird im Kopf als Gedanke spürbar. In der Meditation lassen wir den Gedanken nicht festsetzen, sondern lassen ihn weiter ziehen, wie ein Blatt im Wasser eines Flusses weiter fließt. Beobachtend nehmen wir ihn wahr und lassen ihn weiter ziehen. Dann hört ganz langsam das Nachdenken auf und wir glauben, wir hätten aufgehört zu denken.

Wenn wir im natürlichen Fluss der Dinge sind,  fließt unsere Arbeit, die Hände gleiten über die Tasten, das Bild gestaltet sich aus mir heraus, die Kreativität fließt.  Ideen kommen dann, wenn wir nicht nachdenken.

Erst das Nachdenken blockiert meinen Fluss. Je mehr wir über unser Tun nachdenken, (z.B.: „Ist der Satz so richtig? Das Bild gut genug?“ usw.) tauchen Ambivalenz,  Anspruchshaltung, Versagensängste, eigene Kritik uvm auf.

Doch jede Meditation beginnt auch im Kopf. Man hört auf die Anleitung des Lehrers, doch sobald wir uns einlassen, d.h. die Kontrolle verlieren, loslassen, gelangen die Gedanken zum Herz.  Ist dieser Schritt erreicht, wird alles möglich. Gefühle wie Wut, Angst, Zorn, Freude, Liebe und vieles mehr können spürbar werden. Nach einer Weile des Spürens wandert die Energie weiter nach unten in den Bauchraum (Solarplexus). Der Ort unserer eigenen Mitte. Hier hört jede Wertung und Spaltung auf. Jede Polarität verschwindet und wir befinden uns im Kern des Seins. Wir spüren Klarheit.

Meditation ist ein Heilmittel gegen Angst. Angst ist immer auf die Zukunft oder auf die Vergangenheit gerichtet. Es ist die Befürchtung, dass etwas geschehen würde. Angst führt in die falsche Energierichtung.  Das Gegenteil vom Hier und Jetzt.

Es gibt viele unterschiedliche Meditationsformen, doch alle haben sie eins gemeinsam: 
Achtsamkeit und Heilung.

Das seelische Befinden eines Menschen wirkt sich auf seine Gestik, Mimik und Gebärden aus.
Die hängenden Schultern eines Depressiven oder der strahlende Blick eines verliebten Menschen sprechen für sich.“ Der Körper ist ein Weiser“, wusste bereits Nietzsche. Eine äußere Haltung kann ebenso eine Änderung der seelischen Haltung bewirken. Die äußere, meditative Haltung wird zur inneren Haltung. Die Seele folgt dem Körper.

Welche Körperhaltung bei der Meditation eingenommen wird, spielt letztlich keine Rolle. Jedoch wird eine ständig gleiche Position, oder Musik, oder ein ständig gesprochenes Mantra nach einer gewissen Zeit der Übung, der Seele signalisieren: Ich will meditieren.

Die Achtsamkeit kann je nach Technik nach außen auf einen Gegenstand, eine Musik, oder nach innen auf den Körper, Gefühle oder Gedanken oder die Atmung  gerichtet werden. Es geht in jedem Falle um die bewusste Wahrnehmung im Hier und Jetzt.

Die Wirkung der Meditation stellt sich erst nach einiger Zeit des Übens ein. Doch mit welcher Art der Meditation wir gut klar kommen, das wird uns die eigene Freude zeigen. Wenn wir etwas mit Freude tun, werden wir alles andere um uns herum vergessen und sind achtsam und zentriert bei der Sache. Deshalb kann alles zur Meditation werden.

Aktive Meditationen dienen der Katharsis (Reinigung) und beruhigen die Gedanken und Grübeleien. Nachdenken kann nur in Bewegung entstehen. Nach einer längeren Phase wie z.B. hüpfen, tanzen oder schütteln, wird man nach einer Zeit völlig regungslos im Liegen, im Stehen oder Sitzen. Jede Bewegung friert ein. Nach kurzer Zeit bemerken wir, dass die kreisende Bewegung der Gedanken zur Ruhe gekommen ist.  Die Gedanken fließen durch uns durch und man glaubt, man habe aufgehört zu denken. 
Richte den Atem, Deine Aufmerksamkeit, Deine Gedanken zum Bauchnabel (Hara) und atme dort ein und aus. Langsam, ganz langsam wird sich Ruhe einstellen.

Du bist in Deiner Mitte, Du bist.