Emotionale Schmerzen aus der Kindheit

Klopf-Beispiel:

Emotionale Schmerzen heilen, die in der Kindheit entstanden sind.
Heilsam bei innerer Wertlosigkeit

Dieses Klopfbeispiel dient der Stärkung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Wie jede Selbsthilfetechnik ist die Klopfakupressur kein Ersatz für eine medizinische oder therapeutische Behandlung. Bei ernsthaften psychischen und körperlichen Problemen sollten Sie einen Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker aufsuchen. Die Anwendung der Übung erfolgt auf eigene Verantwortung. Lisa Möller ist weder für positive noch negative Ergebnisse verantwortlich und kann nicht haftbar gemacht werden.

Falls Ihnen das Klopfen noch nicht vertraut ist, finden Sie eine genaue Klopfanleitung unter: Klopfanleitung

Klopfpunkte

 

Beschreibung der Klopfpunkte

 

Beklopfen Sie mit leichtem Druck, mit 2 Fingern die Gesichtspunkte, mit 4 Finger die Körperstellen. Die Klopfpunkte liegen auf beiden Seiten des Körpers. Entscheiden Sie, was sich gut anfühlt. Es ist egal, ob Sie die rechte, linke oder beide Seiten beklopfen. Beklopfen Sie jeden Punkt 5 - 7 x oder nach Bedarf auch länger.

 

1. Handkante HK
Handkante, außen, am Ende des kleinen Fingers, wo es in die Handkante übergeht.
2.  Auf dem Kopf: Kurzform: KP
Höchste Stelle des Kopfes, bevor es zum Hinterkopf abfällt (nicht auf der Fontanelle)
3.  Augenbraue innen: Kurzform: AI
Innerer Ansatz der Augenbraue, leicht schräg über der Nasenwurzel
4. Seitlich vom Auge: Kurzform: AA
Äußeren Augenrand , auf dem Knochen der Augenhöhle (Lachfältchen)
5. Unter dem Auge: Kurzform: UA
Oberer Rand des Jochbeins, ca. 2 cm unterhalb der Pupille
6. Unter der Nase: Kurzform: UN
In der Mulde zwischen Nase und Oberlippe
7. Kinn: Kurzform: KI
In der Mulde zwischen Unterlippe und Kinnspitze
8. Schlüsselbein: Kurzform: SB
Vertiefung zwischen Schlüsselbein, zwei Daumenbreiten von der Mitte des Brustbeins

 

Beispiel: Emotionale Schmerzen heilen, die in der Kindheit entstanden sind

Ihre Kindheit ist eine Kopie Ihres Lebens, aber eben nur eine Kopie und kein Original. Vielleicht haben Sie unwissentlich das Leben Ihrer Eltern oder anderer Vorfahren kopiert?

Einige Beispiele: Eine Frau wurde in einer Familie groß, in der es körperliche Misshandlungen gab, sie wird wahrscheinlich als Erwachsene in einer Beziehung leben, in der es körperliche Gewalt gibt. Für das kleine Mädchen gehören Liebe und körperlicher Missbrauch zusammen, sodass sie als erwachsene Frau glaubt, dass es Liebe ist.
Es muss nicht immer so dramatisch sein. Falls Sie Lieblosigkeit oder mangelnde Kommunikation in Ihrer Ursprungsfamilie erlebt haben, wundern Sie sich nicht, wenn Sie diese Verhaltensweisen auch in Ihrem jetzigen Leben wieder finden.

Unterschätzen Sie nicht den Einfluss Ihrer Kindheitserfahrung auf Ihr heutiges Leben. Wie immer Ihre Kindheitserfahrungen waren, wenn sie schmerzhaft waren, leiden Sie heute auch noch darunter, bewusst oder unbewusst. Negative Erfahrungen müssen nicht so offensichtlich sein, wie körperlicher Missbrauch. Auch wenn die Erfahrung nur „gering“ oder selten war, ist es wichtig und kann schwerwiegende negative Auswirkungen auf Ihr Leben und Ihr Selbstwertgefühl haben. Die Art wie Sie über sich selbst denken, wie Sie mit sich selbst umgehen, wird aus der Vergangenheit beeinflusst. Ihre Einstellung zu andern Menschen, Ihr Verhältnis zur Sexualität, Ihre Kommunikation und Ihre Arbeit, Ihre Erziehungsmethoden werden aus dem unbewussten Erfahrungen Ihrer Vergangenheit gesteuert.

Wie finden Sie heraus, was heute in Ihnen negative Emotionen auslöst?

Wir müssen uns nicht um die Dinge unseres Lebens sorgen, die gut laufen. Richten Sie Ihre  Wahrnehmung auf die Dinge in Ihrem Leben, die nicht so zufriedenstellend sind, wie Sie es gerne hätten.

Sehen Sie sich Ihr Leben an, was finden Sie unbefriedigend? Dies ist der Weg, den Sie bis in Ihre Kindheit zurückverfolgen sollten. Unzufriedenheit kann sich in der Arbeitswelt,  Ihren Beziehungen zu anderen Menschen, in der Familie, Ihrer Gesundheit, Ihrer Figur, Ihrem Körpergefühl, Ihre Einstellung zur Welt und Ihrer Spiritualität zeigen. Kurz, in allen Lebensbereichen wird deutlich, was Sie als Kind geprägt hat. Wahrscheinlich haben Ihre Eltern oder andere Erwachsene einen wesentlichen Anteil an dieser negativen Energie in Ihrem Leben.

Seien Sie ehrlich zu sich und schreiben auf, was in Ihrem Leben nicht so läuft, wie Sie es sich wünschen:
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Versuchen Sie zu erkennen, was Ihnen aus Ihrer Kindheit bekannt vorkommt. Sind Ihnen ähnliche oder gleich Muster, Erlebnisse oder Gefühle vertraut? Betrachten Sie das Problem, schließen Sie Ihre Augen und fragen Sie sich:

Wann habe ich genauso gefühlt?
An was erinnert mich dieses Gefühl?
Woher kenne ich vergleichbare Situationen aus der Vergangenheit und meinem jetzigen Leben?
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Lassen Sie die Antwort zu sich kommen. Geben Sie sich ein wenig Zeit, wieder auf Ihre innere Stimme, Ihre Intuition zu hören. Mit ein wenig Geduld wird es gelingen. Das Unbewusste wird sich öffnen und Ihre innere Wahrheit wird sich zeigen. Jetzt beginnt ein innerer Dialog. Oft sind es nicht nur die Eltern, es kann auch ein Lehrer, ein Trainer oder ein Geschwisterkind oder ein Klassenkamerad in Ihr Bewusstsein auftauchen. Geben Sie nicht auf, bis Sie Ruhe in sich spüren, dann können Sie die Antwort hören.

Betrachten Sie das folgende Klopf-Beispiel:
 
Sie wurden als Kind ignoriert und jetzt fühlen Sie sich in einer Gruppe,  am Arbeitsplatz oder in der Beziehung sehr unsicher. Sie haben das Gefühl, jeder ignoriert Sie. Sie fühlen sich übergangen und unwichtig.

Sie können statt des Beispiels Ihr Problem hier einsetzten und beklopfen:

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Wichtig: Einstufung Ihres Problems

Zuerst stufen Sie sich auf einer Skala von 0 bis 10 ein. 0 bedeutet, es gibt kein Problem und 10 bedeutet, das Problem beschäftigt Sie sehr stark. Wie intensiv belastet Sie heute dieses Problem wenn Sie jetzt daran denken? Die Bewertung liegt auf der Sicht von heute, nicht wie Sie es empfanden, als es geschah.

Jetzt können Sie mit dem Klopfen beginnen. Benutzen Sie Ihre eigenen Worte, oder verwenden Sie das vorgegebene Beispiel. Sie werden feststellen, dass sich die Belastung nach einem oder mehreren Klopfdurchgängen verringert oder ganz auflöst.

Globales Klopfbeispiel: Wertlosigkeit

HK:  Auch wenn ich unsichtbar für die Menschen um mich herum bin, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.
 
     Auch wenn ich keine Stimme habe, die andere Leute hören wollen, liebe und akzeptiere ich mich und meine Gefühle und nehme es an, so wie ich jetzt bin.

     Auch wenn ich mich wertlos fühle und das sehr weh tut, akzeptiere ich alle meine Gefühle und vergebe mir.

AI:  Ich bin so unsichtbar.
AA:  Keiner sieht mich.
UA:  Ich bin nichts wert. Ich habe keine Stimme.
UN:  Ich bin nicht wichtig.
KP:  Ich passe einfach nicht dazu.
SB:  Ich sehe mich außen stehend und ausgemustert und nicht zugehörig.
UA:   Niemand möchte hören, was ich zu sagen habe.
K:      Das tut so weh.

AI:   Ich fühle mich so wertlos.
AA:  Ich kann machen was ich will, ich bin alleine.
UA:  Niemand möchte hören, was ich zu bieten habe.
UN:  Ich schäme mich so.
KP:  So viel Erniedrigung!
SB:  Dieser Schmerz in meinem Herzen.
UA:   Ich werde nicht gesehen, egal was ich mache.
K:     Dieser tiefe, alte Schmerz.

Jetzt nehmen Sie bitte einen tiefen Atemzug und atmen aus.

Stufen Sie sich wieder neu auf der Scala von  1 – 10 ein. Ermitteln Sie genau, spüren Sie in sich in hinein. Wie hoch ist Ihre Einschätzung auf der Skala jetzt? Auch wenn es anfangs etwas lästig und ungewohnt erscheint, es lohnt sich. Sie prüfen sich selbst und entdecken, dass Sie selbst etwas verändern können.
Fühlen Sie einen Unterschied? Ist Ihre Einstufung auf der Skala gesunken?
Manche Menschen müssen mehrere Male mit den gleichen Worten klopfen. Klopfen Sie, bis die Zahl auf Ihrer Skala unter 2 ist, was manchmal 10 Minuten dauern kann.

Wenn die Zahl nicht runterkommt, sehen Sie, ob sich ein neuer Aspekt Ihres Problems auftut, was Sie vorher übersehen haben. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern zeigt nur, dass der innere Dialog beginnt. Manchmal tut sich auch ein neues Problem auf. In dem Fall ist es besser, dass Sie zuerst solange klopfen, bis Ihr 1. Problem auf 0 oder 2 auf der Scala ist. Erst dann bearbeiten Sie das neue Problem.  

Um dran zu bleiben, fragen Sie sich erneut: Woran erinnert mich dieses Problem? Zeigt sich ein neues Gefühl oder ein neuer Aspekt, wiederholen Sie die ganze Klopfreihenfolge und setzen jetzt das neue Thema ein. Wenn sich viele neue Probleme zeigen, beklopfen Sie alle nacheinander. Seien Sie geduldig und beklopfen Sie Eins nach dem Anderen bis Sie von allen Problemen befreit sind und weniger Stress darüber empfinden.

Notieren Sie, was Ihnen gerade noch eingefallen ist:
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Vermutlich erinnert es Sie an Ihre Mutter oder Vater, die Sie oft übersehen haben und nicht angemessen, wie es Ihnen zugestanden hätte, wahrgenommen haben.

Zuerst stufen sie die Situation erneut ein: 1________________10

Sie können es mit diesen Worten beklopfen:

AI:   Sie haben mich einfach ignoriert und das war falsch.
AA:  Das war so unglaublich schmerzhaft und ich habe es lange nicht zugelassen.
UA:  Ich bin so wütend auf sie, wie unfähig sie waren.
UN:  Es war so falsch. Ich war noch ein Kind und es wollte wahrgenommen werden.
KP:  Ich bin immer noch wütend. Ich würde keinem Menschen so etwas antun.
SB:  Was für eine schreckliche Erfahrung, die mein ganzes Leben prägt.
UA:  Ich möchte die Erfahrungen meiner Kindheit loslassen.
K:    Ich möchte die Erinnerung so gerne ziehen lassen.

Jetzt nehmen Sie bitte einen tiefen Atemzug und machen danach eine positive Klopfrunde.

AI:   All die Jahre fühle ich mich so wertlos.
AA:  Ich akzeptiere all meine Gefühle die aus dieser Ignoranz entstanden sind.
UA:  Ich will freundlich zu mir sein. Ich entscheide mich, mich selbst zu achten und meine   
        Gefühle wert zu schätzen.  
UN:  Ich bin bereit es jetzt zu ändern.
KP:  Ich erlaube mir, Menschen zu finden, die mich akzeptieren.
SB:  Die Wahrheit ist, dass ich immer frei bin. Ich weiß, dass ich liebenswert bin und etwas zu sagen habe.
UA:  Ich gebe mir die Erlaubnis, diese Freude zuzulassen.
K:    Ich bin bereit, dass die Heilung jetzt geschehen kann.

Jetzt nehmen Sie bitte wieder einen tiefen Atemzug.

Stufen sie jetzt bitte die Situation erneut ein: 1_______________10

Ist es so, wie Sie es haben möchten? Wenn nicht, klopfen Sie weiter bis der Wert sinkt!

Manchmal ist es hart, die eigenen Probleme zu bewältigen. Auch wenn Sie Angst spüren, sie ans Licht zu bringen, es wird Sie befreien. In diesem Fall klopfen Sie nach der gleichen Klopfvorgabe zuerst die Angst herunter.
Gehen Sie immer ein Stockwerk tiefer bis ins Erdgeschoß und dann in den Keller. Das Untergeschoß steht für das Unterbewusstsein. Dort fürchten wir uns vor der Dunkelheit. Gehen Sie langsam den Weg nach unten und schauen nach, was sich dort befindet. Dann machen Sie das Licht an und öffnen die Fenster. Die Angst verschwindet, Sie sehen klar was sich dort angesammelt hat und können ausmisten. So finden Sie Entlastung von unbekannten Gefühlen.

Ihre Angst aus der Kindheit stammend und Ihr inneres Kind denken, dass Sie es nicht schaffen können. Sie können! Sie sind okay so wie Sie sind.

Klopfen Sie alleine oder finden Sie einen Fachmann/frau

Es ist ratsam, wenn Sie an die tiefliegende Erinnerungen oder Traumen kommen, sich eine Profi zu suchen. Bei schweren psychischen Problemen ist es sicherlich nötig, sich professionelle Hilfe zu nehmen. Wenn Ihre Symptome mit einem Unfall, mit lebensbedrohlichen Situationen, mit Kriegserlebnissen in Verbindung stehen oder sich sehr starke emotionale Reaktionen auftun und außer Kontrolle geraten, sollten Sie sich unbedingt professionelle  Hilfe suchen.

Wenig Aufmerksamkeit bekommen zu haben, ist ein menschliches Problem, was viele Menschen erlebt haben. Leichtere Lebensprobleme können Sie sehr gut selbst beklopfen.

Die Summe

Die Klopfakupressur  ist ein Werkzeug, das Sie jederzeit selbständig anwenden können. Klopfen hilft, schneller Ihren inneren geschützten Raum zu finden, indem Sie Ihre innere Stimme wieder wahrnehmen lernen. Klopfen ist eine heilsame Methode, bei Überforderung in Krisensituationen mental und physisch wieder Ihr Gleichgewicht zu finden. Klopfen reduziert inneren Stress nach jedem Klopfdurchgang.

 

Schlussgedanken

Versuchen Sie, so freundlich zu sich selbst zu sein, wie zu einem fünfjährigen Kind, dass Sie sehr lieben. Sie sind unfertig und vermutlich nicht perfekt. Sie sind einfach nur menschlich. Ihre Aufgabe ist es, liebevoll zu sich selbst zu sein, weil Sie einzigartig sind. Sie verdienen die Liebe und Aufmerksamkeit, die Sie anderen schenken.

Versuchen sie täglich zu klopfen – wie Zähne zu putzen, arbeiten oder meditieren. So werden Sie bereit sein, sich mit Leichtigkeit und Gnade zu behandeln.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: 02102-5289899 oder schreiben Sie mir: lisa-moeller@arcor.de oder unter:www.psychologische-beratung-moeller.de