Angst und Burnout

....heute vor 44 Jahren freuten wir uns auf Dich. Und heute freuen wir uns genauso, dass Du da bist.

Deine Tante, Dein Onkel.......

Mit dieser Geburts-tagskarte fing alles an. Ich weinte und weinte, konnte mich kaum beruhigen. So was hatte ich noch nie bekommen und auch noch nie gehört. Ich war zutiefst traurig.

Zu der Zeit ging es mir sehr schlecht, wusste aber nicht, dass es Angst war. Ich hatte so komische Symptome, wie nicht Stehen können, trockenen Mund, nasse Hände, leeres Hirn. Wehrlos, sprachlos, ohne irgendwas zu fühlen.

Meine erste Begegnung mit Angst hatte ich im Urlaub. Ich ging über ein Brett und blieb plötzlich stehen und es ging nichts mehr weiter.

Dann ging es los: Ich dachte an Bandscheibe, Gehirn – irgendetwas, Nerv eingeklemmt. Alles Körperliche war mir recht. OP und alles wird gut. Trotzdem war mir so, als wenn es das nicht ist. Also weitermachen. Keiner soll merken, dass ich nicht mehr stehen konnte, nur an einer Wand, wenn die Hände hinter meinem Rücken die Wand berührten.

Auf dem Bürgersteig laufen war eine Qual, die Stadt war nicht auszuhalten. Einkaufen ging gar nicht mehr. Gewartet bis an der Kasse keiner mehr stand, dann alles zusammengerafft, bezahlt und bloß raus. Bahnhöfe wurden unerträglich, am Zebrastreifen warten ging auch nicht. Und das allerschlimmste: Sitzungen auf der Arbeit und die Seminare. Lernen konnte ich nicht mehr, nur raus. Es wurde immer schlimmer. Ich stellte fest, dass Alkohol kurzzeitig das Problem löste.  Das gab mir zu denken. Wenigstens einmal normal sein.

Ich hatte keine Ahnung, was mit mir los war, bis ich durch Zufall etwas über Flugangst las. Die hatte ich zwar nicht, aber die Symptome hatte ich alle. Ich kaufte Bücher und wusste nun, was ich hatte. Irgendeine Phobie war meine Selbstanalyse. Es war erst einmal tröstlich, dass einige Menschen das auch hatten.  So fühle ich mich nicht ganz so alleine. Da las ich was von Therapie. Das mache ich nicht. Und vor allem wo? Und wer hört sich den ganzen Quatsch an? Also weiter....

Es wurde immer schlimmer. Ich hatte bald keinen Raum mehr ohne Angst. Anfangs fühlte ich mich zu Hause sicher, jedoch hörte das auch bald auf. Ich habe wie betäubt gelebt. Dann entdeckte ich den Sport. Damit ging es weg, jedoch funktionierte es nur für ein paar Wochen.

Der Druck auf der Arbeit war nicht mehr auszuhalten. Sie machten mit mir, was sie wollten. Ich wehrte mich nicht mehr, wurde auch sonst ganz still.

Dann eines Tages ging nichts mehr. Ich suchte Hilfe bei meinem Hausarzt. Ich wollte den „gelben Schein“.

Vor ihm stammelte ich nur noch: „Ich kann nicht mehr“. Ich wurde ärztlich versorgt, bekam Imap-Spritzen, wurde krankgeschrieben. Nach 4 Wochen funktionierte ich wieder – aber nicht lange! Eine nächste Anforderung im Job kam und alles fing wieder von vorne an.

Als ich einem Freund von meinem Zustand erzählte, packte er aus und erzählte von sich, seinen Problemen und seinen Angstzeiten. Er berichtete mir von seiner erfolgreichen Therapie und machte mir Mut, diesen Weg zu versuchen. Eine Woche lang starrte ich auf die Telefonnummer, bevor ich den Hörer nahm und endlich einen Termin machte.

Ich begleite Sie gerne:

Eins werden

Sich selbst zu finden bedeutet zuerst, sich selbst zu suchen.

Einen Weg zu beschreiten, mit dem Ziel anzukommen.

Dort wo man dem eigenen Selbst wahrhaftig begegnet.

Und damit eins werden kann.

 

Raum geben

Zu sich kommen im von sich weg gehen braucht Raum, verlangt innere und äußere Weite.

Ich lade Sie dazu ein.

Als Rückzug aus Gewohntem.

Als Ort zum Ausruhen, Orientieren, Neubeginnen.

Als Aufbruch aus festgefahrenen Lebenssituationen oder Krisen

Zu Selbsterkenntnis, Verantwortung, Heilung.

 

Wege zu wachsen

Ziel ist die Begegnung mit sich und dem Anderen.

Oder dem Anderen ich sich.

Der leibliche Impuls wird zum Ausdruck des suchenden Ich und der der neuen Lebensrichtung.

Zum Weg des eigenen Wachstums.